Hier möchte ich Ihnen gerne Inspiration und Information bieten, rund um die Themen Mann-Sein und Therapie. Erlauben Sie mir, gleich hier ein paar Worte zu meiner Sichtweise und Überzeugung zu verlieren.

Männer sind, meiner Ansicht nach, genauso wie Frauen, zuallererst Individuen. Diese phenomologische Einstellung ergibt sich aus meiner "personenzentrierten" Ausrichtung und den dieser Therapieform zugrunde liegenden Leitsätzen, wie sie vom Gründer von "Klientenzentrierte Gesprächstherapie", Carl Rogers, formuliert worden sind. Die Leitworte lauten: Empathie, Echtheit und Wertschätzung. Sie bieten nützliche Orientierung in allen zwischenmenschlichen Beziehungen und sogar der eigenen Haltung gegnüber sich selbst und der Welt.

Die besondere Stellung und Rolle, die Männer in der Gesellschaft einnehmen, die damit zusammenhängenden Traditionen, Erwartungen, und eventuell auch besonderen (geschlechts-spezifischen) Eigenschaften von Männern, ergeben oft ein bekanntes Muster an Lebensweisen und Problemstellungen.

Männer sind auf den ersten Blick gesehen vielleicht: leistungsorientiert, hilflos, aggressiv, süchtig, einsam, besitzergreifend, spracharm; sie können zerstören, sich innerlich abspalten und emotional verhungern.

Männer sind aber ebenso oft: humorvoll, geradlinig, gefühlsvoll, hilfsbereit,kämpferisch, liebevoll, großzügig und treu. Männer pflegen lebenslange Freundschaften, Männer haben "simple" Ansprüche, kurz: Männer haben enormes Potential!

Warum dann eine "Männer-Therapie"?

Die Situation der Männer in Deutschland sieht folgendermaßen aus*

# Männer in Deutschland sterben durchschnittlich 5,2 Jahre früher als Frauen.

# Das Zahlenverhältnis Frauen zu Männern in Gefängnissen beträgt 1:33.

# Männer begehen drei Mal häufiger Suizid als Frauen.

# Männer erleiden mehr schwere und tödliche Arbeitsunfälle als Frauen.

# Zweidrittel alle Notfallpatienten sind Männer.

# In Kliniken für chronisch Kranke ist die Zahl an Männern doppelt so hoch wie die der Frauen.

# Männer rauchen mehr und konsumieren mehr Alkohol und illegale Drogen als Frauen.

# 58% der deutschen Männer sind übergewichtig oder stark übergewichtig.

# Mehr als 80 % der von der Polizei wegen eines Gewaltdeliktes registrierten Tatverdächtigen sind Männer.


Gravierende Zahlen, welche die Lage der Männer in Deutschland wiederspiegeln!

Eng verknüpft mit dieser Lage (als Ursache und/oder Resultat) lassen sich diverse Verhaltensweisen von Männern beobachten:

# Der Drang zu selbstzerstörerischem Verhalten, durch diverse Süchte, riskantes Fahrverhalten und Nicht-Beachten medizinischer Empfehlungen.

# Das Verdrängen, Vermeiden oder Nicht-Wahr-Haben-Wollen von Grundbedürfnissen wie Liebe, Zuneigung, Wärme, sowie völlig normaler menschlicher Reaktionen wie Schwäche und Angst.

Die Gründe für diese "Schieflage" sind zahllos, reichen von einem einengenden stereotypen Rollenverständnis des Mannes in Gesellschaft und Politik, über rigorose wenig einfühlende Erziehungsmethoden hin zu überhöhten Erwartungen und Leistungsansprüchen auf beruflicher und persönlicher Ebene. "Mann" könnte den Eindruck bekommen, diesen Gegebenheiten "machtlos" gegenüber zustehen. Doch genauer betrachtet, haben Männer vieles sogar freiwillig mit sich machen lassen und waren bereit, geltende Ansichten und Konventionen ohne Hinterfragung der Kosequenzen in den eigenen Wertekontext zu übernehmen. Sie haben sich angepaßt, ihre (anderen) Bedürfnisse zurückgedrängt, sich Aufgaben und Ziele gestellt oder stellen lassen, die sie womöglich mit Bravour bestanden und erreicht haben, für die aber ein hoher Preis in Sachen (seelischer) Gesundheit zu zahlen war. Warum also nicht das eigene Leben wieder aktiver in die Hand nehmen und selbst bewußt entscheiden, wie es weitergehen soll? Im Umkehrschluß besteht nämlich durchaus die Möglichkeit, dem Leben eine andere Richtung zu geben, verleugnete oder vergessene Persönlichkeitsteile "wiederzubeleben", neue Abenteuer zu wagen, zu lernen und zu wachsen. Ein hoch spannendes, lohnendes Projekt, das "Mann" sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte!

Männer-Therapie zielt demzufolge also darauf ab, die psychische und damit verbunden auch physische Gesundheit des Individuums zu verbessern und langfristig zu sichern, unter besonderer Berücksichtigung der Ausgangssituation und den Lebensumständen, in die "Mann" eingebunden war und ist, und in denen er sich auch zukünftig bewegen können soll. Die Gesprächstherapie bietet die Möglichkeit, Ziele und Maßnahmen gemeinsam zu erarbeiten und neu zu definieren.

Interessante und Nützliche Links zum Thema Mann sein:

http://helpingmenblog.blogspot.de/

http://www.men-care.org/

http://www.mein-papa-kommt.info/

http://www.division51.

nethttp://www.mann-und-gesundheit.com/

http://www.maennerzentrum.de/mim-home/

http://www.menfit.de/

http://www.maennergesundheit.biz/

http://manndat.de/

http://www.stiftung-maennergesundheit.de/


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